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Badische Zeitung am 30. Mai 2011

Drei Stunden für die Stadt

Die erfolgreiche Benefiz-Auktion „Künstler für Staufen“

 

44 965 Euro zugunsten der Stiftung zur Erhaltung der historischen Altstadt Staufen sind bei der großen Kunstauktion gestern Nachmittag im Staufener Faust-Gymnasium zusammengekommen. Von 109 Künstlerinnen, Künstlern und Sammlern aus der Region waren insgesamt über 170 Werke zur Verfügung gestellt worden. Teuerster Einzelverkauf war eine Monotypie des 1965 verstorbenen Freiburgers Julius Bissier (6500 Euro).

 

Etwa 200 Kunstinteressierte waren im Saal versammelt, als Auktionator Christoph Graf Douglas zum ersten Mal den Hammer fallen ließ. Zeichnungen, Drucke, Aquarelle, Gemälde, Skulpturen, Keramiken, Collagen und Fotografien waren im Angebot. Und das zum Teil zu Preisen, die der zweite Auktionator, BZ-Herausgeber Christian Hodeige, immer wieder mal als „Schnäppchen“ bezeichnete. Einen prallen Geldbeutel jedenfalls musste man nicht unbedingt mitbringen, um Kunst von beachtlicher Qualität zu erwerben. Viele Werke wechselten für maßvolle dreistellige Euro- Beträge den Besitzer.

 

Knapp die Hälfte aller Kunstwerke wurde verkauft – für Auktionen dieser Art eine gute Quote, fand jedenfalls Staufens Bürgermeister Michael Benitz: „Ich bin mit Verlauf und Ergebnis dieses Nachmittags sehr zufrieden.“ Kleiner Wermutstropfen vielleicht: Eine Blei- und Filzstiftzeichnung von Tomi Ungerer fand für die avisierten 8000 Euro keinen Käufer. Noch nicht jedenfalls. Denn die nicht verkauften Werke können weiterhin bei der Staufenstiftung zu dem veranschlagten Preis erworben werden.

 

Bald drei Stunden dauerte die Versteigerung, die Graf Douglas, ehemaliger Deutschland-Chef von Sotheby’s, und Hodeige souverän leiteten. Immer wieder entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch, der die Preise in die Höhe trieb. Eine Bleistiftzeichnung von Elisabeth Endres ging mit 120 Euro ins Rennen, am Ende stand das Höchstgebot bei 620 Euro. Zu den hochpreisigen Verkäufen zählte neben der Monotypie von Julius Bissier auch eine Bacchus-Skulptur von Kurt Lehmann (5000 Euro).

 

 

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