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Badische Zeitung am 26. Januar 2011

Sparkasse spendet 35 000 Euro
für Altstadt-Stiftung

35 000 Euro für den Kampf gegen die Risse-Schäden: Sparkassen-Chef Lehmann (rechts) überreicht Bürgermeister Benitz den Spenden-Scheck.

 

Die Sparkasse Staufen-Breisach spendet 35 000 Euro an die Stiftung zur Erhaltung der historischen Altstadt. Das Geld für diese bisher größte Einzelspende im Kampf gegen die Risse in Staufen stammt aus den Erlösen eines Benefizkonzerts mit dem Landesjugendorchester (LJO) im vergangenen Herbst in Heitersheim und aus Zuwendungen von Unternehmen des Sparkassen-Verbundes.

 

Gute Ideen seien gefragt, hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus bei seinem Besuch in Staufen am 20. Dezember erklärt, als er den von Rissen geschädigten Hauseigentümern in der Fauststadt die finanzielle Unterstützung des Landes und der baden-württembergischen Kommunen zusicherte. Allerdings: Ein Drittel der zu erwartenden Reparaturkosten – über deren Höhe bislang kaum gesicherte Angaben gemacht werden können – ist noch völlig offen. Geht man etwa von einer Schadenshöhe von 60 Millionen Euro aus, wären damit immer noch 20 Millionen Euro aus verschiedensten Quellen aufzutreiben – denn die Stadt Staufen allein sei auch mit dieser Summe komplett überfordert, wie Bürgermeister Michael Benitz gestern bei der offiziellen Übergabe der Sparkassenspende im Stubenhaus erklärte.

 

Gute Ideen also. Eine davon hatte die Sparkasse Staufen-Breisach bereits mit der Organisation eines Benefizkonzerts des Landesjugendorchesters, was sich aus zwei Gründen anbot: Zum einen zählen die Sparkassen ohnehin zu den Förderern des LJO, zum anderen ist dessen künstlerischer Leiter, Christoph Wyneken, ein Staufener Bürger. 700 Besucher kamen zu dem Konzert am 14. November, zu dessen finanziellem Erfolg auch die Stadt Heitersheim ihr Scherflein beitrug, indem sie die Malteserhalle für dieses Ereignis kostenlos zur Verfügung stellte.

 

12 000 Euro Spendenerlös erbrachte dieses Konzert. Und im Anschluss nutzte Herbert Lehmann, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Staufen-Breisach, seine Verbindungen zu den Verbundpartnern des Geldhauses: Die Bausparkasse LBS, die SVVersicherungen, die Deka Investmentbank, der Sparkassenverband Baden-Württemberg und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie auch Mitarbeiter der Sparkasse selbst gaben nochmals 23 000 Euro, so dass am Ende ein Scheck in Höhe von 35 000 Euro an die Staufener Stiftung überreicht werden konnte.

 

Die steht laut Bürgermeister Benitz, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Stiftung, trotz dieser „neuen Spendenbestmarke“ noch am Anfang ihrer Bemühungen. Immerhin konnten bereits 800 der Stiftungskrüge und 100 000 der Sonderbriefmarken verkauft werden, stolze 13 000 Euro (ein Euro pro Einwohner) steuerte Staufens französische Partnerstadt Bonneville schon Ende September bei. Auch so eine „gute Idee“, die bereits Nachahmer fand – auf der Basis von einem Euro pro Einwohner wollen etwa auch Hartheim und Buggingen ihre Solidarität mit Staufen bekunden.

 

Bürgermeister Michael Benitz sieht sich nun der nicht ganz einfachen Situation ausgesetzt, sich auf der eine Seite angesichts dieser Aktivitäten erkenntlich zu zeigen, auf der anderen Seite aber an weitergehende Unterstützung zu appellieren. Auch die sich immer weiter verlangsamende Geschwindigkeit der Hebungen lässt zwar den Hoffnungsschimmer für Staufen größer werden, macht die Kommunikation dieser „Katastrophe in Zeitlupe“ aber nicht einfacher. Benitz machte darum auch gestern wieder unmissverständlich klar: Wenn auch langsamer – der Untergrund unter Staufen hebt sich immer noch, derzeit in der Spitze mit fünf bis sechs Millimetern pro Monat. In der am stärksten betroffenen Zone, im Bereich der Rathausgasse, hat sich die Erde seit Beginn des Phänomens um bislang 37 Zentimeter nach oben bewegt.

 

„Unser Problem ist technisch noch nicht gelöst. Und es ist auch finanziell noch nicht gelöst“, erklärte Staufens Bürgermeister. Man wolle daher auch die Aktivitäten der Stiftung weiter vorantreiben. Unter anderem ist eine Benefiz-Kunstauktion im Frühjahr geplant. Vor allem aber wolle man das Engagement der Stiftung über die Region hinaus bekannter machen. „Wir wollen auf der Ebene von ganz Baden-Württemberg noch aktiver werden“, betonte Benitz.

 

 

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